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Geschichte im Blick – Heilbronn von A–Z
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Das historische Heilbronn-Alphabet erinnert an Charakteristisches und Vertrautes aus der Geschichte unserer Stadt. Die Ausstellung will aber auch Neues, eventuell Überraschendes bringen.
Die Bandbreite reicht von der Autostadt Heilbronn bis hin zu Zoologischem. So wurden in Heilbronn nicht nur Autos und Karosserien gebaut, sondern beispielsweise in den 1920er Jahren die patentierten Fahrtrichtungsweiser der Firma Kupfer-Asbest-Co (KACO). Zur Heilbronner „Tierwelt“ zählt auch vor mehr als 200 Jahren die Maulwurfplage, der die Reichsstadt mit dem Maulwurffänger Christian Reuter zu Leibe rückte.
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D wie Drauz – aus der Heilbronner Automobilgeschichte
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B (ek) – S (eelig)
Exponate zu den Firmen Bek, Boie, Flammer, Knorr, Mogler und Seelig erinnern an erfolgreiche Heilbronner Unternehmen. Auch der „Spanische Garten“ von Miguel Garcias gehört dazu, wenngleich in bescheidenerem Umfang. Das Geschäft für Südfrüchte florierte seit 1912 in der Heilbronner Innenstadt.
Die kleine Fahrradkarte, die 1911 für den Neckargartacher Schüler Carl Frauenknecht ausgestellt worden war, steht stellvertretend für die lange Tradition Heilbronns als „Fahrradstadt“. Seit April 1907 musste jeder württembergische Radfahrer solch eine Radfahrkarte mitführen und auf Verlagen vorzeigen. Auch die 1868 gegründete Fabrik der Gebr. Boie stellte vor dem Ersten Weltkrieg nicht nur Herde, sondern auch Präzisions-Fahrräder her.
J (üdische Familiennamen)
Ein Puzzlesteinchen zur jüdischen Geschichte bildet eine Liste, die am 19. April 1825 im Heilbronner Intelligenz-Blatt erschien. Jüdische Familienvorstände in Bonfeld, Horkheim, Sontheim und Talheim geben darin bekannt, welchen Nachnamen ihre Familien in Zukunft tragen werden. So wählte Isak Michael aus Sontheim den Familiennamen Gültenstein; nach seinem Sohn Albert (1822–1891) wird 1955 die Güldensteinstraße benannt. Veit Löw hatte sich für den „neuen“ Namen Ludwig Veit entschieden, sein Sohn Isidor Veit wird 1830 der erste Jude, der sich in Heilbronn niederlässt und im Mai 1831 (wiederum als erster Jude) das hiesige Bürgerrecht erhält.
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S - Seeligs kandierter Korn-Kaffee.
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P (arrot)
Der Buchstabe „P“ ist Friedrich Parrot gewidmet: Der junge Arzt wollte sich 1819 in Heilbronn niederlassen – laut Theobald Kerner hatte Liebeskummer ihn bewogen, aus seiner Heimatstadt Dorpat/Tartu wegzugehen. Friedrich Parrot wurde 1829 als Erstbesteiger des legendären Berges Ararat berühmt, in den Alpen trägt seit 1822 ein Gipfel seinen Namen (Peak Parrot) und ihm zu Ehren wird der Eisenholzbaum auch Parrotie genannt.
Ein Kapitel für sich ist die Kehrwoche bzw. der Kampf der Stadtoberen um eine „Saubere Stadt“.
„Heilbronn von A-Z“ versteht sich als Anregung dafür, welche Fülle von Themen die Geschichte unserer Stadt bereithält – die Zusammenstellung könnte auch ganz anders aussehen. Anregungen für ein neues historisches Heilbronn-Alphabet sind sehr willkommen. Vorschläge bitte per Email an annette.geisler@stadt-heilbronn.de, per Post oder einfach beim Stadtarchiv einwerfen oder abgeben. Wenn sich genug Exponate finden, würde das Stadtarchiv daraus eine neue Treppenausstellung konzipieren, deshalb bitte Absender nicht vergessen.
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Die Ausstellung wurde durch aktuelle Heilbronn-Fotos ergänzt, die Barbara Kimmerle als Fotografin des Stadtarchivs in den letzten Jahren aufgenommen hat. |  |
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