Was machte im Mittelalter zur Stadt?

Selbstverständnis, Außensicht und Erscheinungsbilder mittelalterlicher Städte.
Vorträge des gleichnamigen Symposiums vom 30. März bis 2. April 2006 in Heilbronn

Herausgegeben von Kurt-Ulrich Jäschke und Christhard Schrenk
Stadtarchiv Heilbronn 2007
392 Seiten, zahlreiche Abbildungen
Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Heilbronn 18
ISBN 978-3-929990-98-1

Preis: 24 Euro

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Zum vierten Mal nach 1991, 1996 und 2001 führte das Stadtarchiv Heilbronn im Frühjahr 2006 ein internationales Historiker-Symposium durch. Das Buch legt die Ergebnisse und Erkenntnisse dieser Tagung vor. Heilbronn hatte im Jahr 1281 seine erste königliche Stadtrechtsurkunde empfangen und das Tagungsthema war diesem 725-Jahr-Jubiläum angepasst. Es lautete „Was machte im Mittelalter zur Stadt?“ Unter diesem Obertitel beleuchteten 20 Fachleute unterschiedliche Aspekte der Städteforschung im europäischen Kontext und darüber hinaus. Die Themen reichten vom „Himmlischen Jerusalem“ über das deutsche Reich, Italien, Ost-Mitteleuropa, das byzantinische Reich bis zum islamischen Kulturgebiet. Weitere Schwerpunkte waren die Aspekte „Hospital“ und „Stadtverweisung“. In den Vorträgen und anschließenden Diskussionen wurde ausführlich über „Selbstverständnis, Außensicht und Erscheinungsbilder mittelalterlicherer Städte“ gesprochen. Maßgeblich gestaltet wurde diese Tagung wie schon in den Vorjahren von Professor Kurt-Ulrich Jäschke (Saarbrücken), dem auch eine zusammenfassende Schlussbetrachtung des Symposiums zu verdanken ist. Alle Vortragenden haben ihre Beiträge für die Veröffentlichung überarbeitet; ergänzt wird der Band durch zahlreiche Abbildungen und ein umfangreiches Register. Der Inhalt:

  • Gert Melville: Zeichen der Stadt. Zum mittelalterlichen „Imaginaire“ des Urbanen
  • Roland Gerber: Wehrhaft, heilig und schön. Selbstverständnis, Außensicht und Erscheinungsbilder mittelalterlicher Städte im Südwesten des Reiches
  • Karl Borchardt: Selbstverständnis, Außensicht und Erscheinungsbilder fränkisch-niederschwäbischer Städte im Mittelalter
  • Ulrich Meier: Kommunen, Stadtstaaten, Republiken. Gedanken zu Erscheinungsbild, Selbstverständnis und Außensicht italienischer Städte
  • Karlheinz Blaschke: Kaufmannssiedlungen als Frühformen städtischer Entwicklung
  • Christian Lübke: Zur Erscheinungsweise mittelalterlicher Städte in Ostmitteleuropa
  • Josef ŽZemličcka: Zum städtischen Selbstbewusstsein in den böhmischen Ländern während des 13. und 14. Jahrhunderts
  • Klaus-Peter Matschke: Selbstverständnis, Außenansicht und Erscheinungsbilder mittelalterlicher Städte im Byzantinischen Reich
  • Stefan Heidemann: Entwicklung und Selbstverständnis mittelalterlicher Städte in der Islamischen Welt (7. –15. Jahrhundert)
  • Michel Pauly: Hospitäler im Mittelalter – wann und wo gehörte das Hospital zur Stadt?
  • Dietmar Willoweit: Stadtverweisungen als Zeugnisse städtischen Selbstverständnisses im Mittelalter?
  • Kurt-Ulrich Jäschke: Was machte zur Stadt im Mittelalter?