Ausgewählte Quellen

Im Stadtarchiv Heilbronn befindet sich eine Akte des Stadtplanungs- und Baupolizeiamts über die Errichtung eines KZ-Außenlagers in Neckargartach im Zusammenhang mit der Rüstungsproduktion im Salzbergwerk (Tarnname "Steinbock")

Schreiben des Oberbürgermeisters der Stadt Heilbronn (Heinrich Gültig) an das Baubüro Professor Rimpl (Architekt Herbert Rimpl) mit der Forderung nach Einreichung von Plänen für das im Aufbau befindliche Arbeitslager Heilbronn-Neckargartach vom 17. Juli 1944.
Aus dieser Akte des Stadtplanungs- und Baupolizeiamts geht hervor, die Stadt Heilbronn war über den Bau des Lagers nicht informiert. Das Lager war willkürlich errichtet worden. Ein Kauf des städtischen Geländes fand nicht statt.

Brief von Oberbürgermeister Heinrich Gültig
Schreiben des Oberbürgermeisters vom 17. Juli 1944 (StadtA HN A33-158)

In der Akte befindet sich auch ein Lageplan, der die Planungen für das Lager zeigt. Daraus sind Anzahl und Größe der verschiedenen Gebäude und deren Anordnung  sowie die vorgesehene Kapazität des Lagers zu erkennen.

Die Vorlage ist in einem sehr schlechten Erhaltungszustand und wird vom Stadtarchiv daher nur noch als Reproduktion vorgelegt.

Lageplan
Lageplan Maßstab 1 : 500 (StadtA HN A33-158)

Arbeitsanregungen

  • Beschreibe das Lagergelände. Beachte dabei die Größenangaben bei den Baracken. Eine Baracke maß knapp 20m in der Länge. Etwa sechs bis sieben der Baracken waren zur Unterbringung der Häftlinge vorgesehen, die anderen Baracken galten als Nebengebäude. Das Lager war mit ca. 1200 Häftlingen belegt. Überschlage für wie viele Häftlinge eine Baracke vorgesehen war und wie viele tatsächlich darin untergebracht waren.
  • Die Außengebäude dienten den Wachmannschaften (etwa 80 Mann). Beschreibe, wie das Lager gesichert war.


Ausschnitt aus dem Lageplan (StadtA HN A33-158)